Eine Treuhandschaft ist ein rechtlich abgesicherter Weg, um Käufer und Verkäufer bei wichtigen Geschäften – etwa beim Immobilienkauf – vor Risiken zu schützen. Dabei verwaltet ein Treuhänder, zum Beispiel ein Notar, den Kaufpreis über ein Treuhandkonto, bis alle vertraglichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Warum Treuhandschaft & Treuhandkonto?
Eine Wohnung, ein Haus oder ein Grundstück kauft man nicht jeden Tag, daher wenden sich viele Menschen bei so einem besonderen Geschäft grundsätzlich an einen Fachmann wie den Notar. Treuhandkonten spielen dabei eine wichtige Rolle. Die österreichischen Notare sind erfahrene Berater bei der Erstellung eines Kaufvertrags und der Abwicklung der Treuhandschaft über ein Treuhandkonto.
Bei der Treuhandschaft handelt es sich um ein Rechtsverhältnis, bei dem eine natürliche oder juristische Person (Treugeber) einer zweiten Person (Treuhänder) ein Recht überträgt. Diese Vorgehensweise bietet Sicherheit für Käufer und Verkäufer.
Mit der Übertragung an eine vertrauenswürdige Person wie den Notar, kann beispielsweise beim Kauf von Immobilien sichergestellt werden, dass die Auszahlung des Kaufpreises erst dann vorgenommen wird, wenn die Eintragung des Eigentums ins Grundbuch erfolgt ist.
Ablauf Treuhandkonto in aller Kürze
- Der Notar errichtet den Kaufvertrag.
- Der Käufer zahlt den Kaufpreis auf ein bestimmtes Treuhandkonto bei der Notar Treuhandbank ein.
- Der Notar veranlasst die Eintragung des Eigentums im Grundbuch.
- Erst danach erfolgt die Auszahlung an den Verkäufer.
Wie funktionieren Treuhandschaft & Treuhandkonto im Detail?
Als Notar berate ich Käufer und Verkäufer schon seit vielen Jahren beim Immobilienkauf. Ein zentraler Bestandteil dabei ist die Errichtung des Kaufvertrags sowie die sichere Abwicklung über eine notarielle Treuhandschaft. Diese bewährte Vorgehensweise sorgt für ein hohes Maß an Rechtssicherheit und Vertrauen auf beiden Seiten.
Eine Treuhandschaft ist ein rechtliches Verhältnis, bei dem eine Person – der sogenannte Treugeber – einem Treuhänder bestimmte Rechte oder Vermögenswerte überträgt. Wird diese Aufgabe einem Notar anvertraut, profitieren alle Beteiligten von fachlicher Erfahrung, gesetzlich geregelten Pflichten und strengen Kontrollmechanismen.
Gerade beim Immobilienkauf in Österreich hat sich das notarielle Treuhandkonto als sichere Lösung etabliert: Der Notar kann hierzu ein eignes Treuhandkonto einrichten. Der Kaufpreis wird vom Käufer zuerst auf das Treuhandkonto einbezahlt und erst dann an den Verkäufer ausbezahlt, wenn alle vertraglich vereinbarten Voraussetzungen erfüllt sind – insbesondere die Eintragung des Eigentumsrechts im Grundbuch. So wird sichergestellt, dass Geld und Eigentum rechtlich korrekt und fair übertragen werden.
Für Käufer bedeutet das: kein Risiko einer verfrühten Zahlung.
Für Verkäufer bedeutet es: die Gewissheit, dass der Kaufpreis bereits gesichert ist.
Für beide Seiten schafft die notarielle Treuhandschaft Klarheit, Transparenz und Sicherheit.
Treuhänder und Treugeber
Als Treuhänder übernimmt der Notar also aufgrund der Treuhandschaft Vermögenswerte oder Urkunden vom Treugeber und verpflichtet sich, die in der Treuhandvereinbarung festgelegten Rechtsfolgen herbeizuführen.
Eine eigenes Konto und eine spezielle Bank für Treuhandkonten
Mit der Notartreuhandbank (NTB) steht hier übrigens auch eine eigene, sichere Spezialbank für die Abwicklung von Treuhandschaften über Treuhandkonten zur Verfügung.
Dort kann der Notart für Ihre Treuhandgelder ein eigenes Treuhandkonto eröffnen, über das ausschließlich er selbst und sein amtlich bestellter Vertreter verfügen dürfen.
Beim Treuhandkonto werden auch hohe Sicherheitsstandards eingehalten, um unerlaubte Zugriffe von Nichtbeteiligten auf das EDV-System und die Treuhandkonten der Bank zu verhindern.
Alle Leistungen aus einer Hand - nur beim Notar
Wir Notare kennen die bestehenden Rechtsvorschriften genau und helfen Ihnen, Hürden zu nehmen. Wir erstellen nicht nur den Kaufvertrag und vollziehen die Beglaubigung aller Unterschriften: Wir können auch das für die Treuhandschaft nötige Konto eröffnen, sowie die Eintragung Ihres Eigentumsrechtes im Grundbuch gleich direkt abwickeln. Sie sparen Zeit, Nerven und Geld – weil wir in der Lage sind, Sie durch unsere Erfahrung vor unliebsamen Überraschungen zu schützen.
Für einen Kaufvertrag mit Vereinbarung einer Treuhandschaft über ein notarielles Treuhandkonto sprechen also einige gute Gründe – informieren Sie sich genauer bei einem kurzen, kostenlosen Erstgespräch!
FAQ - Treuhandschaft
Wie lange dauert es bis zur Auszahlung des Kaufpreises vom Treuhandkonto?
Wann kommt das Geld vom Treuhandkonto? Bei einem Immobilienkauf ist Geduld gefragt, da viele Schritte und Behörden involviert sind. Bei reinen Banktransaktionen (Kredit, Überweisung) ist der Prozess deutlich schneller. Es kann sich aber um mehrere Wochen handeln. Bitte fragen Sie bei uns persönlich an.
Wer trägt die Kosten für das Treuhandkonto
Die Kosten für ein Treuhand- bzw. Notaranderkonto werden meist zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt. Üblicherweise übernimmt der Käufer die Notargebühren, der Verkäufer die Kosten für die Lastenfreistellung. Auch die auf dem Konto anfallenden Zinsen gehören in der Regel dem Verkäufer, wenn dies vertraglich vereinbart ist.
Unterschied verdeckte und offene Treuhandkonten
Ein offenes Treuhandkonto ist ein Bankkonto, bei denen das Treuhandverhältnis – also die Verwaltung von fremdem Vermögen durch einen Treuhänder für einen Treugeber – in der Kontobezeichnung klar erkennbar ist. Mit dieser Art von Konten arbeitet der Notar.
Wie kann man ein Treuhandkonto auflösen
Ein Treuhandkonto wird in der Regel aufgelöst, sobald der vertraglich festgelegte Zweck erfüllt ist. Die Auflösung übernimmt der Treuhänder (Kontoinhaber), meist in Abstimmung mit oder unter Information des Treugebers.
Kaufvertrag, Treuhandschaften, Treuhandkonto – besser gleich zum Notar!

